Ja bitte keine Panik, die Strahlung ist so gering am Meteorit!

Im Übrigen ist der radioaktive Zerfall von Radionukliden in einem frisch gefallenem Meteoriten, der noch warm ist und gerade den Erdboden erreichte, wohl in diesem Moment am größte, weil bis eben die Korpuskularstrahlung der Sonne und die kosmische Strahlung das Gestein getroffen haben und verändern konnten, so dass kurzlebige Isotope entstanden sind, die je nach Haltbarkeit in diesem Moment wieder ihre Energie in Form von Strahlung abgeben und das danach aber nicht mehr tun können, weil das Gestein, nun geschützt in der Erdatmosphäre, keine Aktivierungsimpulse mehr durch diese Strahlungen aus dem All bekommt. Sind die Meteorite halt schon eine Woche auf der Erde, brauch man sich darüber keinen Kopf mehr machen. Deshalb muss man ja auch nach dem zeitaufwendigen Suchen und Finden der Mets die Strahlung der Radionuklide in einem speziell abgeschirmten Labor messen, die meist tief in einem Bergwerk liegen, damit man diese geringen Werte überhaupt noch mitbekommt.
Was die Verunreinigung angeht, so ist nur festzustellen, dass weder Strontium-90 noch Cäsium-137 natürlicherweise in einen Meteoriten hineingehören. Diese Strahlungen von diesen wenigen Elementen am Meteoriten sind aber nicht gefährlich für Organismen. Wir dürfen nur nicht dafür sorgen, dass diese Radionuklide sich in unserem Körper anreichern bzw. ansammeln, weil sonst möglicherweise die jährliche Strahlungsdosis überschritten werden kann. Und genau das ist das gefährliche, wenn man sich in einem verseuchten Gebiet lange Zeit aufhält. Die Strahlung des Bodens belastet uns, aber ist nicht so schlimm. Die ständige Strahlung aus Lunge, Niere, Leber oder wo auch immer man das Zeug intus hat, ist viel schlimmer …

Fazit: Als Met-Sammler braucht man keinen Geigerzähler. Obwohl auch das sehr interessant sein kann, wenn es um natürliche Radioaktivität geht. Vielleicht gibt’s da schon ein Thema im Forum?
PS: Man sollte lieber darauf achten, woher das Essen kommt, um sein Leben zu erhalten. Denn unser täglich Gift bekommen wir über die Lebensmittel, wobei es stets eine sehr gute Frage ist: ab welcher Einzeldosis eine Gefahr besteht bzw. ab wann welche Kombinationen von verschiedenen Dosen die Gesundheit nachhaltig schädigen.
Fisch aus dem Nordpazifik, nach 2011 und dem Fukushima Ereignis, möchte ich keinem mehr empfehlen. Ja, genauso wie Pilze und Früchte (von jenen Pflanzen, die in Symbiose mit Pilzen leben) aus z.B. Teilen Österreich und Frankreich, vor allem natürlich jene aus der Ukraine klar … weil es nach Tschernobyl leider dort geregnet hat.
Und wenn man so hört, wie viel TNT gerade in die Nordsee (bzw. in den Atlantik) hinein sickert, eben weil die Alliierten nach dem 2. Weltkrieg ihre nun nicht mehr gebrauchten Bomben einfach so ins Meer geschmissen haben, nur damit sie den Dreck los sind und nicht noch teuer entsorgen müssen, auch da wird einem spei übel. Diese tickenden Zeitbomben haben solange vor sich hin gerostet, bis die Verantwortlichen vom Erdball verschwunden waren. Schön nach dem Motte, sollen sich doch die Kinder und Enkel damit beschäftigen. Na Mahlzeit!!! Und dabei haben wir noch nicht mal über die strahlenden Reste russischer U-Boote bei Murmansk gesprochen ... oder über die Sünden der heutigen Generationen.

Schuldigung, bin gerade über das Ziel hinausgeschlittert ...
... und hab mich wieder beruhigt.