Hallo Mirko,
wow, das ging ja flott mit dem Schliff! Zur Interpretation der von Dir gezeigten Einschlüsse fällt mir folgendes ein:
1. Der "Gelbe" dürfte ein kleines Exemplar der typischen "Feldspat-Rhomben" sein. Wie Dir bei den großen Exemplaren bestimmt schon aufgefallen ist, sind diese Feldspäte stark alteriert, bestehen also nicht mehr aus der ursprünglichen Mineralsubstanz, sondern aus etwas anderem (meist Schichtsilikaten; vgl. Vinx, S. 36). Dabei ist die ursprüngliche Kristallform erhalten geblieben.
2. Der "Violette": Der ist interessant, denn
der gehört da nicht hin. Wenn Du Dir die Kanten anschaust, erkennst Du - insbesondere links unten - Einbuchtungen im Kornrand, die meiner Meinung nach auf Resorption zurückzuführen sind. Es könnte sich beispielsweise um ein Mineralkorn aus dem Nebengestein handeln, und zwar um so etwas wie Augit oder Olivin, der mit der stark "sauren" Schmelze des Rhombenprophyrs chemisch reagiert, wobei die Reaktion von der fortschreitenden Abkühlung unterbrochen wurde. (Aber das ist schon wieder reichlich spekulativ

)
3. Die "Adern"...also im ersten Moment habe ich an Quarz gedacht, aber das würde nur passen, wenn der Schliff zu dick wäre...die lassen mich im Moment auch etwas ratlos zurück...

Gruß,

Holger